How to be good - Heute: Ökostrom
Was sollte dem gut vernetzten Nerd Kopfzerbrechen bereiten? Ob er mit seinem überdurchschnittlichen Stromverbrauch (Hallo Flatrate!) die falschen Energieerzeuger unterstützt.
Selbst bei den örtlichen Stadtwerken kommt der Strom nämlich keineswegs nur aus der Steckdose oder vom guten alten Kohlekraftwerk von nebenan, sondern wird in der Regel durch Zukäufe von großen Anbietern wie EON oder Vattenfall “gestreckt”. Und die haben wiederum kein Problem damit, hin und wieder auch die Kollegen aus Temelin oder anderen maroden Atommeilern mit Zukäufen zu bedenken.
Ergo: Wenn man diese Strategie nicht unterstützen möchte, sollte man schleunigst zu einem Anbieter für Gutmenschen wechseln. Auch das ist wieder recht einfach: Man fordert beim neuen Anbieter seiner Wahl die Vertragsunterlagen an. Stellt dann fest, dass der auch nicht teurer als die Stadtwerke ist, bei denen man aus Bequemlichkeit bisher immer seinen Strom bezogen hat, und unterschreibt. Zurückschicken und das wars. Den Rest erledigt der Neue.
Mein Favorit: Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS), Stromrebellen aus dem Schwarzwald. Die haben ziemlich strenge Kriterien, fördern den Eigenbau von Solaranlagen und sind aus einer Bürgerinitiative entstanden. Sympathische Badenser halt. Einen ganz guten Überblick zu Ökostromanbietern in Deutschland bietet einmal mehr Wikipedia.
Bis jetzt haben bundesweit gerade mal 2% der Verbraucher den Arsch hochgekriegt. Und bei dieser Zahl bin ich mir nicht mal sicher, ob die Wechsel zu bloßen Billiganbietern mit drin sind…
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